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Archive for the ‘Menschen’ Category

Kluges

Ein alter Indianer sagte eines Tages zu seinem Enkel: „In jedem von uns bekriegen sich zwei alte Wölfe. Der eine ist Angst und Hass, der andere Liebe und Frieden.“ „Welche gewinnt?“ fragte der Enkel. Der alte Indianer antwortete: „Der, den wir füttern!“

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„Igittigitt!“ „Waaaas?“ „Geht denn das?“

Eine Kompost-Toilette ist eine Toilette ohne Wasserspülung. Aha. Skepsis – wem man es auch erzählt. So ein Plumpsklo, wie in Herzhausen? Das muss doch stinken, müffeln oder ungesund sein. Aber mindestens unnormal! Ok, Letzteres mag sein, aber ansonsten will ich hier vehement widersprechen. Eine Kompost-Toilette ist weder ungesund, noch dreckiger als andere Toiletten auch. Es kommt immer auf den Benutzer an.

Die Komposttoilette im Bad des Ferienhäuschens

Unser Thron ist selbst gebaut. Es lässt sich prima auf ihm sitzen.

Ich gebe zu, es ist ungewohnt, so ein Ding direkt im Badezimmer stehen zu haben. Das ist es auch für mich. Kein Hebel, kein Drücker, der meinen Dung einfach fortspült und mich vergessen lässt, dass es ihn je gegeben hat. Ich muss mich noch ein wenig länger „damit“ beschäftigen. Erst decke ich den Mist mit einer guten Portion Rindenschrot ab, damit die Feuchtigkeit  und damit der Geruch ebenfalls gebunden wird. Dann, nach ein paar Tagen, wird es Zeit, die gesammelten Geschäfte auf den Kompost zu bringen, denn das ist Sinn der Sache: Die Wiederverwendung im übernächsten Jahr auf unserem Acker. Nach entsprechender Reifung verwenden wir diesen Kompost als Gartendünger. Für Bäume, Sträucher und Blumen eignet er sich ausgezeichnet.

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Winter in Håkannäs

Winter in Håkannäs

Spät aber dann doch hat der Winter Einzug gehalten. Was kann man tun, wenn draußen alles zugedeckt ist? Wenn es früh dunkel wird und spät wieder hell? Ski-Langlauf, Spazierengehen, Tierspuren entdecken, auf die Jagd gehen.  Den Ofen anschmeißen, es sich muckelig machen. Fernsehen gucken. Pläne fürs Frühjahr ausbaldowern. Was wollen wir anpflanzen? Welches Beet soll runderneuert werden? Wer könnte das Fenster (mit Sonnenschutz) im Hühnerstall erneuern, damit die Hühner im nächsten Winter nicht frieren und im Sommer gegen die Sonne geschützt sind?

Apropo Hühner: Warum verkaufen dei Schweden nicht die Hühner, die wir gerne hätten? Deutsche Lachshühner sind scheinbar äußerst selten hier. Wir wollten eigentlich nicht mehr als 100 km für die Abholung einplanen, haben aber das Gefühl, dass es fast hoffnungslos ist. Oder wir sind einfach noch nicht genug vernetzt, gesellschaftlich. Oder wir müssen in anderen Entfernungsdimensionen denken! Oder doch die Rasse „Plymouth Rock“ nehmen.

Einer unserer Nachbarn hat es sich zur Aufgabe gemacht, täglich auf seinem knatternden Quad nachzuschauen, ob bei uns alles ist Ordnung ist. Es tut gut zu wissen, dass sich Freunde um einen kümmern. Danke Reine!

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November 2011: Hat jemand von Ihnen schon einmal einen Baum vollständig zerlegt? Dann wissen Sie ja, was das heißt. Ich wusste das vor meiner ersten Birke nicht und bin nun um Einiges klüger. So ging das:

Markus bringt in voller Montur (Schnittschutzhose, Helm, Ohrenschutz, Gesichtschutz, Handschuhe) den Baum mit der Motorsäge zum Kippen und schneidet dann die Meterstücke. Ich hingegen bewaffne mich mit einer Astschere und zwicke alle mindestens daumendicken Äste ab, zerkleinere sie und befreie sie von dem Reisig. Insgesamt sind wir beide zwei Tage beschäftigt und können uns danach vor Muskelkater kaum bewegen.

Doch damit nicht genug! Das größere Holz muss ja noch gespalten werden, sonst trocknet es nicht. Gut, dass wir einen elektrischen Spalter haben, aber oft genug muss auch mit der Hand und Axt nachgeholfen werden.

Bücken, in die Schubkarre, fahren, stapeln, bücken, in die Schubkarre, fahren, stapeln, bücken… *schwitz*.  Der Stapel wächst, der Winter kann kommen!

Bis das Holz ganz zum Schluss in den Ofen wandert, um uns bei frostigen Temperaturen kuschelig zu wärmen, muss es zwei Jahre lagern, anschließend auf 50-cm-Länge geschnitten, wieder gestapelt und in den Keller gebracht werden.

Erst dann kommt es wirklich zum Einsatz!

Die Arbeit mit dem Holz hat etwas sehr Eigenes. Durch die körperliche Anstrengung und die Zeit, die es braucht, geht man während des Tuns seinen Gedanken nach: Wie lange hat der Baum dort gestanden, warum ist er so gewachsen, wie er gewachsen ist, wem hat er als Behausung gedient und wem hat er „das Wasser abgegraben“. Das Holz ist schwer, man beginnt zu begreifen, wass es für die Menschen früher bedeutet hat, Bäume mit der Axt zu schlagen.  Ehrfürchtig macht man eine Pause und beginnt, sich stolz zu fühlen.

Und wieviel Bäume müssen wir da jährlich so schneiden? Ausgerechnet haben wir: jährlich etwa zwanzig Stück. Herrjeh! 🙂

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