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AhornblüteHeute bin ich von einem deutschen Kollegen angesprochen worden, der wissen wollte, wieso unser Hof  „Ahornfarm“ heißt.Tja, das ist schon ein Zufall. Markus hat schon immer für Ahornholz geschwärmt. Vor allem beim Möbelbau hatte es ihm die feine Schönheit sehr angetan. Außerdem ist ja der Ahornbaum bekannt dafür, dass er im Herbst durch ein strahlend buntes Blätterkleid auffällt. Dazu kommt, dass das Ahornblatt das Symbol in der Flagge Kanadas ist. Und Kanada ist ein Land, für das wir uns schwer begeistern können. Es hat auf den ersten Blick ja auch landschaftlich Ähnlichkeit mit Schweden, selbst die Tierwelt ist in Teilen vergleichbar. Aber natürlich auch wegen der Ahornbäume.:-)

Nun wollte es der Zufall so, dass uns unser Hof bei der ersten Besichtigung im Frühling 2009 mit drei stattlichen Ahornbäumen mitten auf dem Hof in der Einfahrt begrüßte. Da war klar, dass wir hier richtig sind.

Und wenn sie dort nicht gestanden hätten – es wäre das erste gewesen, was wir hier gepflanzt hätten!

Hätten wir ein eigenes Familienwappen (natürlich neu erfunden), so käme – na was wohl – drin vor? Richtig!

Auf Ahornsirup kann ich aber weiterhin verzichten. Da schüttelt es mich! 🙂

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November 2011: Hat jemand von Ihnen schon einmal einen Baum vollständig zerlegt? Dann wissen Sie ja, was das heißt. Ich wusste das vor meiner ersten Birke nicht und bin nun um Einiges klüger. So ging das:

Markus bringt in voller Montur (Schnittschutzhose, Helm, Ohrenschutz, Gesichtschutz, Handschuhe) den Baum mit der Motorsäge zum Kippen und schneidet dann die Meterstücke. Ich hingegen bewaffne mich mit einer Astschere und zwicke alle mindestens daumendicken Äste ab, zerkleinere sie und befreie sie von dem Reisig. Insgesamt sind wir beide zwei Tage beschäftigt und können uns danach vor Muskelkater kaum bewegen.

Doch damit nicht genug! Das größere Holz muss ja noch gespalten werden, sonst trocknet es nicht. Gut, dass wir einen elektrischen Spalter haben, aber oft genug muss auch mit der Hand und Axt nachgeholfen werden.

Bücken, in die Schubkarre, fahren, stapeln, bücken, in die Schubkarre, fahren, stapeln, bücken… *schwitz*.  Der Stapel wächst, der Winter kann kommen!

Bis das Holz ganz zum Schluss in den Ofen wandert, um uns bei frostigen Temperaturen kuschelig zu wärmen, muss es zwei Jahre lagern, anschließend auf 50-cm-Länge geschnitten, wieder gestapelt und in den Keller gebracht werden.

Erst dann kommt es wirklich zum Einsatz!

Die Arbeit mit dem Holz hat etwas sehr Eigenes. Durch die körperliche Anstrengung und die Zeit, die es braucht, geht man während des Tuns seinen Gedanken nach: Wie lange hat der Baum dort gestanden, warum ist er so gewachsen, wie er gewachsen ist, wem hat er als Behausung gedient und wem hat er „das Wasser abgegraben“. Das Holz ist schwer, man beginnt zu begreifen, wass es für die Menschen früher bedeutet hat, Bäume mit der Axt zu schlagen.  Ehrfürchtig macht man eine Pause und beginnt, sich stolz zu fühlen.

Und wieviel Bäume müssen wir da jährlich so schneiden? Ausgerechnet haben wir: jährlich etwa zwanzig Stück. Herrjeh! 🙂

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